Nach Burnout zum Traumberuf - Gesundheitstrainerin statt Lehrerin

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Statt Englisch und Geschichte an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule zu unterrichten, unterstütze ich heute Menschen auf ihrem Weg zu Gesundheit und achtsamer Lebensbalance. Das ist mein persönlicher Traumberuf!

 

Warum ich heute Gesundheitstrainerin & Life Balance Coach bin statt Lehrerin und wie es dazu kam, erfährst Du in diesem Artikel.



Schritt für Schritt in den Burnout...

Meine Entscheidung, andere Menschen auf dem Weg zu mehr Gesundheits- & Lebens-Balance zu unterstützen, kommt nicht von ungefähr. Ich weiß selbst, wie schwierig es sein kann, eine gesündere Lebensweise mit einer achtsamen Stressbewältigung, einem guten Gesundheitsverhalten und mit beruflicher Zufriedenheit zu vereinbaren.

 

Über viele Jahre hinweg habe ich meinen Gesundheitszustand für selbstverständlich gehalten und aufgrund mangelnden Wissens nur wenig für die Erhaltung oder Verbesserung meiner Gesundheit getan. Ich war der Ansicht, dass ich relativ gesund lebte und einfach von kleinauf ein paar Gesundheitsprobleme hatte wie viele andere auch.

 

Das ging einige Jahre während meines Lehramtsstudiums einigermaßen gut. Doch durch ein Bombardement schwerwiegender Stressbelastungen innerhalb kurzer aufeinanderfolgender Zeiträume bin ich schließlich nach und nach in eine tiefe Erschöpfung/ Burnout abgerutscht. Das führte dazu, dass ich mit meinem bisherigen Leben nicht mehr weitermachen konnte. Darin blieb mir keine Wahl. Der Akku war leer und ließ sich erstmal nicht mehr wieder aufladen.

 

Dafür gab es verschiedene, sehr komplexe Ursachen über mehrere Jahre hinweg:

  • mehrere aufeinanderfolgende schwere Schicksalsschläge,
  • Mehrfachbelastungen im Studium & Referendariat durch Nebenjobs & private Stressfaktoren,
  • mein eigener Perfektionismus als Überfliegerin und Einserkandidatin,
  • sich immer stärker auswirkende, langwierige Erkrankungen,
  • schließlich die Folgen eines Autounfalls mit Schleudertrauma und andauernden Schmerzen,
  • und die sich immer mehr vertiefende Erschöpfung, ohne dass ich wusste, dass, wann und wie ich "Pause machen" sollte.

Mit Erschöpfung ins Referendariat...und wieder raus

Als ich mein Lehramts-Referendariat begann, war es dann soweit. Eine tiefe Erschöpfung und die starken, alltäglichen Schmerzen zwangen mich in die Knie. Nicht wegen des Referendariates an sich, sondern wegen der ganzen Belastungen, die sich seit mehreren Jahren aufgetürmt hatten. Und dass, obwohl ich den Eintritt in diesen Ausbildungsabschnitt aus gesundheitlichen Gründen schon um ein Jahr verschoben hatte.

 

Mein Körper machte einfach nicht mit. Doch ich war der Ansicht, durchhalten zu müssen - denn "die anderen" schaffen das ja auch. Und als jemand, der von sich Bestleistungen gewohnt ist, verstand ich nicht, warum ich immer mehr an Kraft verlor, obwohl ich mich durch die Aufgaben im Referendariat mehr unter- als überfordert fühlte und mich über vieles ärgerte.

 

Das Referendariat war eine zusätzliche Belastung, die das Fass zum Überlaufen brachte. Denn ich war kräftemäßig schon zuvor am Limit gewesen und fühlte mich dann zusätzlich mit den Ausbildungsbedingungen überhaupt nicht wohl.

 

Meine Fähigkeiten und Ideen als kreativer Mensch wurden - mit wenigen Ausnahmen -  weder gesehen noch wertgeschätzt. Das war ich während meiner Studienzeit, in der ich auch an der Uni in tollen Teams gearbeitet habe (z.B. als wissenschaftliche Hilfskraft mit eigenem Forschungsprojekt), gar nicht gewöhnt. Das alles bremste und brannte mich zusätzlich psychisch aus.

 

Die räumlichen und organisatorischen Bedingungen an meiner Ausbildungsschule waren ebenfalls schädlich für mich, denn sie verstärkten meinen Stress und meine körperlichen Beschwerden (z.B. chemische Ausdünstungen aus Bausubstanzen im Gebäude, Schimmelbefall, kein ausreichender Arbeitsplatz, keine zuverlässigen Ansprechpartner, kein ruhiger Rückzugsort). Da mein Energielevel eh schon am Boden war, zog mir das den allerletzten Rest auch noch ab.

 

Schließlich, als ich merkte, dass sechs Ferienwochen nicht ausreichten, um mich auch nur ein bisschen zu erholen,  legte ich gezwungenermaßen eine längere Pause ein. Anders konnte ich meine Gesundheit nicht wiedererlangen. Schwierig dabei war, einen Arzt zu finden, der mir meine Erschöpfung, die ich selber kaum begreifen konnte, wirklich glaubte.

 

Ich war sehr erleichtert, als ich bei einem TCM-Arzt und Heilpraktiker nach einer Pulsdiagnose gar nicht viel erklären brauchte, da mein Gesundheitszustand aus der Diagnostik schon deutlich erkennbar war. Was für eine Erleichterung, das "von außen" bestätigt zu bekommen und nicht für einen Hypochonder gehalten zu werden...

 

In meiner Gesundheitspause habe ich mein komplettes Leben sowie meine beruflichen Zukunftspläne neu durchdacht.

 

Meine Ausbildungskollegin wechselte in dieser Zeit die Ausbildungsschule, um bessere Bedingungen zu erhalten. Das zeigte mir, dass nicht nur ich in meiner speziellen Situation die Lage als sehr belastend empfand. Und ich war froh, dass es für sie diese Möglichkeit zu einer positiven Veränderung gab.

 


Lehrerin oder doch nicht?

Ich selbst hatte das Referendariat erst nach langem Zweifeln und aus stressbedingten und gesundheitlichen Gründen mit einem Jahr Aufschub überhaupt begonnen. Ich wusste bereits während des Studiums durch Praktika und meine Jobs als Vertretungslehrerin, Uni-Tutorin und VHS-Dozentin, dass ich ein großes Talent fürs Unterrichten habe. Doch trotzdem war ich mir nach einigen Studienjahren nicht mehr sicher, ob ich dieses als Schul-Lehrerin ausleben wollte.

 

Zu Beginn des Studiums hatte ich mich extra durch ein Praktikum davon überzeugt, dass ich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite und unterrichte. Ich habe auch den Online-Eignungstest für Lehramtsstudierende gemacht und war eine perfekte Kandidatin. Zahlreiche Feedbacks von Lehrern in Praktika bestätigten mir das.

 

Ich habe mich sogar neben den "normalen" Studieninhalten freiwillig in wichtige schulbezogene Themen eingearbeitet, die mir im Studium zu wenig vorkamen, wie z.B. die Förderung sozialer Kompetenzen bei Schüler/innen, den konstruktiven Umgang mit Disziplinschwierigkeiten und Mobbing, Achtsamkeit und wertschätzende Kommunikation in der Schule, individualpsychlogische Grundlagen, Sprech- und Stimmtraining etc.

 

Ich war also durchaus interessiert, engagiert und sehr gut vorbereitet auf das Referendariat - und war mir zugleich auch meines "Idealismus" bewusst, der mir Antrieb gab und der in der schulischen Realität nicht immer fruchtbaren Boden würde finden können.

 

Doch zumindest in meinem eigenen Unterricht in Praktika und Referendariat habe ich germerkt, dass die selbst angeeigneten Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit Schülern sehr hilfreich waren und die Schüler dies auch wertschätzend zurückspiegelten.

 

Während des Studiums kam ich allerdings auch mit der Erwachsenenbildung und dem Thema Gesundheit immer mehr in Berührung, sodass sich meine Interessen während dieser Zeit veränderten und sich für mich jahrelang ein Zwiespalt auftat.

 

Im Laufe der letzten Studienjahre fand ich aber keine berufliche Alternative, die mir besser gefiel. Manche Ideen waren mir zu unklar, zu risikoreich bzw. fehlten mir für Veränderungen die finanziellen Mittel. Es kamen immer wieder die Ideen Yoga- und Pilates-Lehrerin zu werden, psychologische Beraterin und Heilpraktikerin....doch ohne klare Perspektive.

 

Eine wissenschaftliche Karriere an der Uni wurde mir angeboten, was mich sehr erfreute. Doch ich lehnte die Möglichkeit, eine Doktorandenstelle zu erhalten, ab. Ich war auf der Suche nach etwas anderem - doch das Unterrichten machte mir weiterhin riesigen Spaß. Was also tun?

 

Mein Master-Studium wollte ich auf jeden Fall abschließen. Und als es dann soweit war und ich noch immer keine greifbare Alternative sah, wollte ich das Referendariat zumindest ausprobieren, um zu sehen, ob die Arbeit im Schulsystem vielleicht doch noch das Richtige für mich ist. Meine Gesundheit zog dann für mich die Notbremse.

 

Zu lange bin ich gegen meine inneren Impulse in eine falsche Richtung gewandert!

 


Lob & gute Wünsche für alle Lehrer/innen

Und damit meine ich meine persönliche Richtung. Denn ich bewundere die Arbeit von Lehrern sehr und weiß, unter welchen Anforderungen und Arbeitsbedingungen sie sich in der Verantwortung sehen, gute Arbeit zu leisten.

 

Den Schulalltag kenne ich selbst und höre immer wieder die Erlebnisse von Freunden, Bekannten und Coaching-Klienten, die Lehrer/innen sind.

 

Die Arbeit von Lehrern verdient höchste Anerkennung und ich wünsche allen Lehrern, dass sie ihren Beruf gesund und munter und mit Freude und Leidenschaft ausüben können und den Gestaltungsspielraum haben, den sie für eine zufriedenmachende Arbeit und eine gute Stressbalance brauchen!

 


Etwas tun, was mich noch glücklicher macht

In der Gesundheitspause wurde mir klar, was sich seit Jahren eigentlich immer wieder angekündigt hatte: Ich wollte etwas anderes tun, was mich noch glücklicher macht!

 

Das alles war am Anfang überhaupt nicht leicht. Denn ich musste erstmal herausfinden, was ich überhaupt genau tun wollte und aus vielen Ideen die Passenden für mich herausarbeiten. Und ich musste mich ganz handfest dazu entscheiden, die sichere Beamtenlaufbahn als Lehrerin aufzugeben und dieses Risiko zu wagen.

 

Als ich dies tat, hatte ich ein wenig Angst, aber vor allem war ich absolut glücklich. Und zwar, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt nicht genau wusste, wohin mein Weg mich beruflich führen würde und wie bzw. wie schnell sich meine Gesundheit verbessern würden.

 

Schritt für Schritt habe ich mich dann beruflich neu orientiert und weitergebildet.

 


Meine Fächer sind heute "Gesundheit", "Achtsamkeit" & "Gelassenheit"

Anstatt heute als Lehrerin an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule zu arbeiten, nutze ich meine Talente fürs Unterrichten und Beraten nun in einem Wissensgebiet, über das wir in der Schule meistens nichts lernen

 

Statt Englisch & Geschichte kannst Du mit und bei mir auf interessante und anschauliche Weise etwas darüber lernen, wie

  • Du gut mit Stress umgehst und achtsamer wirst,
  • Deine Gesundheit positiv beeinflusst und veränderst,
  • herausfindest, wie Du beruflich oder privat gelassener leben kannst.

Das Ziel ist eine zufriedenmachende Balance im Leben, wobei Du die Fähigkeiten entwickelst, auch in den Stürmen des Lebens Deine Segel richtig zu setzen und - wenn es notwendig ist - auch mal rechtzeitig für eine Weile in einem sicheren Hafen vor Anker zu gehen.

 

Und so gebe ich heute als Master of Education und Life Balance Coach & Trainerin weiter, was ich durch meine eigenen Lebenserfahrungen und Fortbildungen gelernt habe und bleibe fortwährend in diesen Bereichen am Ball.

 


...und doch noch ein bisschen "Englisch"!

Englisch kannst Du übrigens trotzdem noch bei mir lernen. Denn Englisch ist seit meinem 9. Lebensjahr meine Leidenschaft. Ich habe sogar versucht, es mir als Kind selbst beizubringen! :)

 

In der Schule war es mein absolutes Lieblingsfach und auch eine Phase des Mobbings in den ersten Jahren auf dem Gymnasium hat mich nicht davon abgehalten, weiterhin gut darin sein zu wollen.  Dann habe ich schließlich Englisch studiert und war mehrere Male im englischsprachigen Ausland. (Das Mobbing habe ich übrigens irgendwann aus eigener Kraft stoppen können und kenne mich mit diesem Thema seit meinem Studium auch bestens aus, um damit anderen Menschen helfen zu können).

 

Als Englisch-Dozentin arbeite ich seit 2012 an der VHS Hagen, weil es mir so großen Spaß macht.

 

Du siehst: Ich meine es mit der beruflichen Selbstverwirklichung "wirklich" ernst - und mache das, was mir Freude bringt und mich gesund hält. So kann ich dies auch authentisch weitergeben. Und das ist das Allerbeste! :)

 


Das war meine Geschichte. Wie ist Deine?

Hast Du auch Erfahrungen mit Burnout/ Erschöpfung gemacht?

Hast Du Deine berufliche Karriere auch in eine andere Richtung verändert?

Oder wünscht Du Dir das, hast es bisher aber nicht getan?

Oder bist Du gesund und glücklich in Deinem Beruf?

 

Schreibe mir einen Kommentar!

Ich freue mich drauf.

 

Deine Christina


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